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Akademietheater

Lisztstraße 3
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Stefanie Dvorak als Mariedl in „Die Präsidentinnen“ von Werner Schwab, Akademietheater

Jurybegründung
Ein Furioso der verbalen wie physischen Grausamkeiten hat der viel zu früh verstorbene österreichische Dramatiker Werner Schwab in seinem Drama „Die Präsidentinnen“ entfesselt. Hier die bigotte und bösartige Erna, dort die mehr als anzügliche Alkoholikerin Grete. Und zwischen den beiden die von allen geschundene Mariedl, die mit reinem Herzen und ohne Gummihandschuhe das Leiden und auch die Ausscheidungen der Menschheit auf sich nimmt. Eine Opferrolle ist diese Mariedl, die Stefanie Dvorak in der Regie von David Bösch bis zur völligen Selbstentäußerung darstellt. Und dabei gelingt Dvorak die sprichwörtliche Quadratur des Kreises. Sie gestaltet diese Mariedl in ihrer ganzen Geschundenheit als dennoch starken Charakter. All das mit einer Intensität, die auch dank ihrer kongenialen Partnerinnen Regina Fritsch (Erna) und Barbara Petritsch (Grete) stets in den Bann zieht. Dass Mariedl, nachdem sie brutal abgeschlachtet wird, letztlich zur blutüberströmten Mutter Gottes mutiert, hat in diesem Kabinett des Grauens dank Stefanie Dvorak fast schon etwas Tröstliches.
(Peter Jarolin)
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