Solomiia Kyrylova
Nominierung 2026 | Bestes Schauspiel
Foto © Yurii Kushnir
Solomiia Kyrylova in „Ukrainomania – Revue eines Lebens“ nach Joseph Roth, Kooperation mit dem Nationaltheater Maria Zankovetska Lviv, Volkstheater
In der gegen den Strich gebürsteten Joseph Roth-Revue „Ukrainomania" von Jan-Christoph Gockel entfaltet Solomiia Kyrylova aus dem koproduzierenden Nationaltheater Lviv im Volkstheater eine darstellerische Wucht, die diese eindringliche Verschränkung der Roth-Biografie mit dem verheerenden Krieg in der Ukraine in allen – auch düsteren – Farben schillern lässt. Mit ihren kleinen, sarkastischen Setzungen, mit denen sie dem Grauen bitteren Humor entgegenschleudert, erschafft sie vor allem im Duo mit Samouil Stoyanov Szenen, die das Lachen ersterben lassen. In einer Mischung aus Ukrainisch, Englisch und einigen Brocken Deutsch vermag sie eine Präsenz zu entwickeln, die erschauern lässt. Somit ist Solomiia Kyrylova das energetische Zentrum eines Abends, der noch lange nachhallt.
Sonja Harter








