paula lew van well
Nominierung 2026 | Bester Nachwuchs Kostüm, Regie, Komposition & Sound, Stück
Foto © Anne Pehla
paula lew van well (Stück) für „der mund wenn er kippt ist ein teich“, Uraufführung, gefördert mit dem Peter-Turrini-Dramatiker*innenstipendium 2025 des Landes Niederösterreich, Landestheater Niederösterreich/Theaterwerkstatt
Der See ist gekippt, es gibt keine Fische mehr. Mit diesem Ort sind viele Erinnerungen verbunden an eine gemeinsame Jugend von Nadia, Mod und Seda, die in Rückblenden zu sehen ist. Sie war die Mutigste im Freund*innenkreis – und ist beim Versuch den See zu durchschwimmen ertrunken. paula lew van well, geboren 1997, spannt in „der mund wenn er kippt ist ein teich“ ein feines Netzwerk über Freundschaft, erstes Begehren, Trauer und Erinnerungen an eine Phase im Leben, in der alles neu und gleichzeitig sehr fragil ist. Das Debütstück verknüpft eine queere Coming-of-Age-Geschichte mit poetischen Naturbeschreibungen. Die Dialoge sind pointiert und locker, kein Wort ist zu viel, und gerade deshalb schwingen unter dem Gesagten viele unausgesprochene Ebenen und Gefühle mit. Ein Teenager ertrinkt im See: Als Leerstelle bleibt nicht nur das tote Mädchen. Auch die gekippte Natur meldet sich leise, aber eindringlich zu Wort.
Karin Cerny










