Marie Therese Fritz
Nominierung 2026 | Bester Nachwuchs Kostüm, Regie, Komposition & Sound, Stück
Foto © Florian Moshammer
Marie Therese Fritz (Kostüm) für „LECKEN 3000“ von lynn t musiol, Uraufführung, Kooperation mit dem Retzhofer Dramapreis, Burgtheater/Vestibül
„Lecken 3000“ ist ein Stück über lesbischen Missbrauch durch eine Lehrerin. Aber es ist auch eine Art queeres „Sex and the City“, ein mutmachender Text über Freund*innenschaft und Zusammenhalt. lynn t musiol erzählt von der Möglichkeit, trotz Missbrauchserfahrung das eigene Leben neu zu ordnen. Der Abend überzeugt nicht nur durch ein energetisches Ensemble, das genau den richtigen Tonfall der Gen Z trifft. Der kleine Burgtheater-Nebenspielort Vestibül wird zur großen Bühne: Das liegt auch an den Kostümen von Marie Therese Fritz, die auf XXL-Schultern und einen subversiv-ironischen Umgang mit Porn Chic, Sportswear und Vernissage-Glamour setzen. Ihre Kunstlederkostüme geben dem schweren Thema etwas Spielerisches. Sie passen perfekt zur Coolness dieser Clique, die im „Lecken 3000“ feiert, einem fiktiven lesbischen Club.
Karin Cerny














