Ulrich Rasche, Gerrit Jurda und Florian Seufert
Nominierung 2026 | Beste Ausstattung: Bühne, Licht, Video
Foto © Florian Hetz, Sandra Then, Naomi Lahud Hirasawa
Ulrich Rasche (Bühne), Gerrit Jurda (Licht) und Florian Seufert (Video) für „Faust I“ von Johann Wolfgang von Goethe, Koproduktion der Salzburger Festspiele mit dem Residenztheater München
Auch wenn er gleißend hell ausgeleuchtet ist, passiert im monströsen Lichtkorridor in Ulrich Rasches „Faust"-Inszenierung das Geheimnisvolle schlechthin. Im Zusammenspiel mit dem Lichtdesign von Gerrit Jurda und der Videografie von Florian Seufert braucht es in dieser Kooperation der Salzburger Festspiele und dem Münchner Residenztheater nicht mehr als zwei parallel aus dem Schnürboden hängende Leuchtkästen und eine Videokamera, um das Unerklärliche zu bebildern. So wird das Bühnenbild zum psychedelischen Geburtskanal für Fausts Wiedergänger. Vom stimmungsabhängigen Farbenspiel bis zur unverlässlichen Projektionsfläche: Hier wird ein Zwischenraum geschaffen, der die sich unablässig drehende Bühne zum Innehalten zwingt, um das zu zeigen, was zwischen den Zeilen steht.
Sonja Harter






















