Nanna Neudeck
Nominierung 2026 | Beste Ausstattung: Bühne, Licht, Video
Foto © Apollonia Theresa Bitzan
Nanna Neudeck (Bühne) für „Das Ende ist nah“ von Amir Gudarzi, Uraufführung, Koproduktion des TEATA in der Gumpendorfer mit dem Schauspielhaus Wien
Durchwühlen, hineinköpfeln, sich zuschütten: Für Amir Gudarzis „Das Ende ist nah“ im Schauspielhaus Wien hat Nanna Neudeck ein vielsagendes Terrain geschaffen: einen Boden, der komplett mit Granulat bedeckt ist. Die monothematische Bühnenidee der bei Christoph Schlingensief in die Schule gegangenen Künstlerin (mit eigenen Ausstellungen) fasziniert in all ihren Varianten. Das amorphe Material erweist sich nicht nur als bildnerische Superpower, mit der man sogar „das Stadttheater von Teheran“ aufschütten kann, sondern korrespondiert metaphorisch mit der von „Haltlosigkeit“ geprägten Fluchtgeschichte. Faszinierend ist es obendrein, wie sich die gestaltlose Masse ständig verändert und welche spielerischen Möglichkeiten sich daraus ergeben. Top!
Margarete Affenzeller









