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„Auslöschung. Ein Zerfall“

Nominierung 2026 | Ensemblepreis

McDonagh, Haessle, Blanck, Ratjen, Westernstroer, Wenzl, Henkel, Hacker | ©Tommy Hetzel, BURG
Foto © Tommy Hetzel

„Auslöschung. Ein Zerfall“ nach Thomas Bernhard, Inszenierung Therese Willstedt, Burgtheater

Rote Treppe rauf, rote Treppe runter, das eine aufgesammelt, das andere abgelegt – in der Bühnenfassung von Therese Willstedt (auch Regie) und Jeroen Versteelen des letzten und umfangreichsten, 1986 erschienenen Romans „Auslöschung. Ein Zerfall“ von Thomas Bernhard geht es bisweilen recht wild zu. An sich ein innerer Monolog des Ich-Erzählers Franz-Josef Murau, tobt sich in dieser Inszenierung das ganze Ensemble an dessen trübsinnigen Erinnerungen aus. Die Deutung des Textes durch Willstedt als „zentral“ für die österreichische Vergangenheitsbewältigung – so das Burgtheater auf seiner Homepage – ist tatsächlich nicht weit hergeholt. Auch in der aktuellen Saison auf dem Spielplan, darf sich das Publikum an der Leistung der acht Darstellerinnen und Darsteller weiter erfreuen.
Martin Lhotzky
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