Johannes Silberschneider
Nominierung | NESTROY-Preis 2019Johannes Silberschneider als Jacobowsky in „Jacobowsky und der Oberst“ von Franz Werfel, Theater in der Josefstadt
Jurybegründung
Johannes Silberschneider verschmilzt mit seinen Verkörperungen des kleinen Mannes so vollkommen, als wäre er deckungsgleich mit seinen Figuren. Er ist nicht nur, wie so oft, ein Spezialist für kostbare, bewegende Momente zwischen den anderen Glanzrollen-Trägern, er kann auch das pochende Herz einer Aufführung sein. Als Jude Jacobowsky umschifft er mit seinem sprichwörtlichen jüdischen Witz und seiner nie versiegenden Überlebenskunst die tödlichen Gefahren auf der Flucht vor den Nazis und rettet dem mit ihm reisenden, sich aufplusternden Oberst und dessen Geliebter das Leben. In dieser Rolle liefert Johannes Silberschneider auf rührend komische Weise den Beweis für seine grundsätzliche Lebenshaltung, man solle sich selbst nicht so wichtig nehmen. Der Jude Jacobowsky, an Unterdrückung und Unterschätzung gewöhnt, erwartet keinen Dank, seinem Darsteller gebührt er in höchstem Maß für Augenblicke der Wahrhaftigkeit
(Eva Maria Klinger)
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Jurybegründung
Johannes Silberschneider verschmilzt mit seinen Verkörperungen des kleinen Mannes so vollkommen, als wäre er deckungsgleich mit seinen Figuren. Er ist nicht nur, wie so oft, ein Spezialist für kostbare, bewegende Momente zwischen den anderen Glanzrollen-Trägern, er kann auch das pochende Herz einer Aufführung sein. Als Jude Jacobowsky umschifft er mit seinem sprichwörtlichen jüdischen Witz und seiner nie versiegenden Überlebenskunst die tödlichen Gefahren auf der Flucht vor den Nazis und rettet dem mit ihm reisenden, sich aufplusternden Oberst und dessen Geliebter das Leben. In dieser Rolle liefert Johannes Silberschneider auf rührend komische Weise den Beweis für seine grundsätzliche Lebenshaltung, man solle sich selbst nicht so wichtig nehmen. Der Jude Jacobowsky, an Unterdrückung und Unterschätzung gewöhnt, erwartet keinen Dank, seinem Darsteller gebührt er in höchstem Maß für Augenblicke der Wahrhaftigkeit
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